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Wieder zum Studenten- und Expertenaustausch an der Universität Pannonien

Der Experten- und Studentenaustausch – letztes Jahr mit großem Erfolg durchgeführt – wurde diesen Juni mit neuen Teilnehmern wiederholt. Auf der Basis früherer Erfahrungen, wurde das diesjährige Programm auf der einen Seite so gestaltet, dass die Teilnehmer die Chance haben neue Information durch Präsentationen praktizierender Fachleute zu erlangen. Auf der anderen Seite können sie persönliche Erfahrungen und Informationen aus erster Hand durch Besuche von Betrieben erlangen. 

Als ersten Programmpunkt, wurde eine Präsentation über Forschungsaktivitäten über Futtermittel und Tierernährung in Keszthely abgehalten. Solche Forschungen schließen Verdaulichkeitsüberprüfungen von Futtermitteln an der Versuchsfarm an der Georgikon Fakultät der Universität von Pannonien mit ein. Mit dem Bezug zur Forschung war auch der theoretische Hintergrund miteinbezogen, inklusive der Methoden zur Messung der Nährstoffwerte und Verdaulichkeit verschiedener Futtermittel. Die Wichtigkeit dieser Forschungsrichtung liegt in der Tatsache, dass, im Fall von kranken Tieren, Verdauungsstörungen dazu neigen aufzutreten, und die Verdaulichkeit von Nährstoffen drastisch beeinträchtigt sein könnte.

Ein weiteres Thema der Veranstaltung beinhaltete die Auswirkung von Mykotoxinen auf die Verdaulichkeit. Dies ist ein aktuelles Forschungsgebiet des CEPO Projekts. Der Vortragende hob die Wichtigkeit dieses Forschungsfeldes durch die Präsentation früherer, im Rahmen des Projektes erzielte, Ergebnisse hervor und gab detaillierte Beschreibungen über die Forschung hinsichtlich der Effizienz von verschiedenen Toxinbindemitteln.

Die Forschung der Ernährung in ovo war das dritte Thema der Veranstaltung. Die Wichtigkeit dieses Gebiets liegt in der Tatsache dass, gemäß der Erfahrung, die verzögerte Nahrungsaufnahme von Eintagsküken eine negative Auswirkung auf die Entwicklung des Immunsystems im Dickdarm sowie auf die Körpergewichtszunahme hat.

Danach hörten die Teilnehmer die interessanteste Präsentation, die durch zahlreiche Beispiele praxisnah vorgebracht wurde. Mittels vieler Beispiele und Fotos wurden die Themen Biologische Sicherheit und Hygienekonzept von Farmen, Brütereien und Futtermühlen nähergebracht. Die Ziele dieser Vorbeugemaßnahmen sind das Auftreten von Pathogenen in der Herde zu vermeiden, die subklinische und klinische Krankheiten sowie Zoonose verursachen könnten (Ausbreitung einer Krankheit von Tier zu Mensch); und mit gesunden Tierbeständen die optimale Produktionsbedingungen zu garantieren. Die Präsentation schließt epidemiologische Erwägungen mit ein: Ausbrüche von Epidemien, Übertragungswege aktuellste Präventions- und Diagnosemethoden.

Nach den Präsentationen besuchte die Gruppe das Futtertestlabor des Departments für Tierwissenschaften, sowie den Versuchsbetrieb, wo, wie vorher erwähnt, genaue Informationen zu durchgeführten Arbeiten und dem verwendeten Equipment bereitgestellt wurden.

Am zweiten Tag besuchte die Gruppe die Brüterei von Gallus GmbH, das Schlachthaus von Sága Foods in Sáryár und die Truthahnfarm von Pannon Pulyka GmbH in Bögöte. Gegenwärtig hat Gallus GmbH die am Besten ausgerüstete und modernste Brüterei mit der größten Kapazität in West-Transdanubien. Das Unternehmen wirtschaftet im sogenannten integrierten Produktionssystem das ein weites Spektrum „vom Feld auf den Teller“ abdeckt. D.h. vom Anbau des eigenen Getreides, über die Fütterung desselben bis zur Erzeugung des Fleisches und die Verarbeitung in Fertigfleischprodukte ist alles in einer Hand.. Um in der Lage zu sein das System mit der notwendigen Menge an Futtermitteln zu versorgen, hält das Unternehmen vertragsbasierende Kontakte mit einem Netzwerk von Getreideproduzenten (Genossenschaften sowie private Landwirte) im Gebiet von u.a. Vas, Zala und Győr-Moson-Sopron counties. Der zur Firma gehörende Schlachthof und der Fleischverarbeitungsbetrieb ist in Sárvár. Diese Struktur, die als Beispiel für andere stehe könnte, ist eine nicht weit verbreitete Praxis.
Am dritten Tag des Programms besuchte die Gruppe einen typischen in Betrieb stehenden Schweinezucht- und –mastbetrieb (typisch bedeutet er repräsentiert den Durchschnitt der ungarischen Landwirdschaftsbetriebe). Dort bekamen die Teilnehmer aus erster Hand Information über die Herausforderungen die in der täglichen Produktion auftreten und den damit verbundenen Arbeitsaufwand.

Durch die Hilfe des Netzwerks der fachlichen Kontakte der organisierenden Partei, der graduierten Studenten der Veterinärmedizin und im Programm teilnehmenden Experten hatte man die Möglichkeit Zugang zu Informationen und Aspekten zu bekommen die in der Ausbildung oder täglichen Arbeit soweit wenig ausgeprägt waren. 
Wir möchten den Referenten für ihre zugeschnittenen Präsentationen unseren Dank aussprechen und wir freuen uns das Team der Vetmed Uni nächstes Jahr wieder als Gäste begrüßen zu dürfen!